Stomaversorgung

Unterschiedliche Krankheitsbilder wie eine chronische Erkrankung an Morbus Crohn, Colitis ulzerosa, Darmverletzungen oder Tumoren im Darm können zur Entfernung eines Darmabschnittes oder der Harnblase führen.

Je nach verwendetem Darmabschnitt unterscheidet man zwischen dem Colostoma einem künstlichen Dickdarmausgang, dem Illeostoma einem künstlichen Dünndarmausgang und dem Urostoma einem künstlichen Blasenausgang.

Unser speziell geschultes Fachpersonal wird Ihnen bei der Auswahl der richtigen Hilfsmittel helfen und steht Ihnen in allen Fragen rund um die Versorgung mit Stomaversorgungssystemen zur Verfügung.

Colo- /Illeo-/ & Urostoma
Colostomiebeutel und Illeostomiebeutel nehmen Stuhl und Gase auf während Urostomiebeutel zur Ausleitung von Urin genutzt werden.
Einteiliges System
Basisplatte und Stomabeutel sind fest miteinander verbunden und werden nach Darmförderung komplett gewechselt.
Zweiteiliges System
Basisplatte und Stomabeutel werden mit Hilfe eines Rastrings und Klebefläche miteinander verbunden. Der Beutel und die Basisplatte werden separat gewechselt. Die Basisplatte verbleibt bis zu (maximal) 3 Tage auf der Haut.
Basisplatte
Bei einer zweiteiligen Versorgung bleibt die Basisplatte bleibt bis zu (maximal) 3 Tage auf der Haut während der Beutel aus hygienegründen gewechselt wird. Zur optimalen Anpassung an das Stoma haben Basisplatten ausschneidbare und auch vorgestanzte Lochgrößen.
Stomapasten
Unebenheiten wie Narben oder Falten am Stoma werden mit der Stomapaste ausgeglichen.
Die Paste wird direkt auf das System oder um das Stoma aufgetragen. Nach dem Aufkleben werden mit einem Wasser angefeuchteten Finger die Pastenüberschüsse anmodelliert. So wird verhindert, dass Urin oder Stuhl in Hautunebenheiten hineinläuft.
Irrigations-Set
Mit Hilfe des Irrigationsset werden regelmäßige Darmspülungen durchgeführt. Nach der Entleerung und Reinigung ist man bis zu 48 Stunden ausscheidungsfrei. Dem Patienten wird nach der Irigation das Tragen einer Stomakappe ermöglicht. Die Irrigation muss vom Arzt genehmigt werden.
Tracheostoma
Ein Tracheostoma ist ein künstlicher geschaffener Zugang zur Luftröhre. Die Beatmung erfolgt danach mit Hilfe einer Trachealkanüle und künstlichen Nase.
Trachealkanülen
Die Trachealkanüle wird in die Luftröhre eingesetzt um die Atmung des Patienten zu ermöglichen oder zu erleichtern. Die Kanülen sind in verschiedenen Ausführungen erhältlich.
Künstliche Nasen
Wenn die Atmung über Mund und Nase nicht mehr möglich ist, übernimmt eine künstliche Nase die Aufgaben.
Eine künstliche Nase hat folgende Aufgaben:

  • Wiederherstellung des Atemwiderstands
  • Erwärmung und Befeuchtung der Luft
  • Partikelfilterung der Luft
Absaugkatheter
Absaugkatheter werden an die Absaugpumpe angeschlossen um dann Sputum oder Flüssigkeiten (Blut, Speisebrei) aus Rachen und Luftröhre abzusaugen.
Cuffdruckmesser
Das Messgerät dient zur Einstellung und Kontrolle des Cuffdrucks von Trachealkanülen.